Neuköllner Produktion und Kunstpreis

Nk Kunstpreis Preistraeger u. a.02 Tanja Schnitzler

Die Neuköllner Produktion präsentiert die Vielfalt und Qualität der Kunstproduktion in Berlins derzeit wohl kreativstem Stadtteil. Die künstlerische Arbeit im Atelier geschieht in aller Regel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Für ein Wochenende im Jahr werden sie nun geöffnet, erstmalig am 14. und 15.1.2017.

Die Qualität und Quantität der künstlerischen Produktion in Neukölln ist im internationalen Vergleich sehr hoch. Diesem Reichtum und der künstlerischen Professionalität trägt der vom Fachbereich Kultur neu etablierte Neuköllner Kunstpreis Rechnung. Auf die erstmalige Ausschreibung, die vom Kulturnetzwerk Neukölln organisiert wird, bewarben sich bereits 180 Künstler*innen mit einem Atelierstandort in Neukölln. Zehn von ihnen wurden von einer siebenköpfigen Fachjury für den mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis nominiert. Ihre Arbeiten wurden mit einer von Cathérine Kuebel kuratierten Gruppenausstellung in der Galerie im Saalbau prämiert. Die Preisträger*innen des Kunstpreises wurden in einer feierlichen Preisverleihung am 13. Januar 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ideell und finanziell wird dieses Veranstaltungsformat unterstützt durch die Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND und das BIWAQ-Projekt Unternehmen Neukölln.

Rudower Vielfalt 
(seit 2009)

RudowerVielfalt Klebebaender detail

Toleranz, Recht, Demokratie, Gleichheit, Vielfalt, Respekt, Würde. Diese Begriffe werden im Zusammenhang mit demokratischen Grundwerten im Alltag häufig genutzt, aber welche persönliche Bedeutung steckt für die Menschen dahinter? Künsterlinnen, Künstler und Mitglieder des Aktionsbündnis gegen Rechts sammelten während einer Straßentheateraktion in Alt-Rudow Kommentare von Passanten zu diesen Begriffen. Diese wurden - künstlerisch bearbeitet - im Anschluß dank der Kooperation mit den Geschäftsleuten in Form von gestalteten Schaufenstern und Tableaus aus Schrift, Ornament und Bild entlang der Hauptgeschäftsstraße präsentiert. Die Fenster zogen viele Passanten und Kunden an. Verschiedene Meinungen und Auffassungen zu unseren demokratischen Grundwerten und zu den subjektiven Lebenswerten wurden debattiert. Die rund um die Rechtsbegriffe künstlerisch gestaltete Papiertragetasche, die ebenfalls über die Geschäfte verteilt wurde, entwickelte sich zum Sammlerobjekt.

Eine abschließende Ausstellung in der Alten Dorfschule dokumentierte diese Aktionen, einzelne Aspekte wurden ebenfalls in der Abschlussausstellung "19 Freiheiten" in der Galerie im Körnerpark im Frühjahr 2010 präsentiert.

Projektleitung: Anja Sommer und Janna Schweewitta Rehbein

Beteiligte Vereinigungen und Organisationen: Aktionsbündnis Rudower Geschäftsleute e.V., Kulturamt Neukölln, Jugendamt Neukölln, Bezirksamt Neukölln, Aktionsbündnis gegen Rechts Rudow

Das Projekt „VIELFALT“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Es ist Teil des Lokalen Aktionsplans Neukölln.
Informationen unter www.vielfalt-tut-gut.de und www.demokratische-vielfalt-neukoelln.de

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Grenzgänger 
(2007 und 2009)

48h Grenzgnger Foto dougfender

Unsere Grenzgänger*innen wurden bereits zwei Monate im Vorfeld "ausgebildet" und zeigten dann den Besucher*innen der 48 STUNDEN NEUKÖLLN ihren Kiez und wo es spannende Kunstprojekte zu sehen gab. Aus einer ganz anderen Perspektive wurde somit der Alltag junger Neuköllner*innen und der freien Kunstszene erlebbar.

In einer zweiten Schulungsphase erhielten die Jugendlichen auch eine Einführung in Historie und sozio-kulturelle Angebote ihrer Nachbarschaft, wurden zu Gebietsexperten und führten im Herbst interessierte Besucher*innen durch ihren Kiez.

2007 mit freundlicher Unterstützung der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.

2009 mit freundlicher Unterstützung durch PwC-Stiftung, Kreuzberger Kinderstiftung, Aktion Mensch / "die gesellschafter", Projektfonds Kulturelle Bildung / Kulturamt Neukölln und Bürgerstiftung Neukölln.

Beteiligte Künstler*innen/Ausbilder*innen: Susanne Roth, Miray Seramat, Hülya Karci, Anne Naumann, Henk Göbel und Thomas Bratzke

Projektleitung: Sabine Zeller und Martin Knerner

Foto: dougfender

Gartenkulturpfad Neukölln 
(seit 2007)

Gartenkulturpfad

Am Anfang stand die Idee der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. mit dem Gartenkulturpfad, "Garten, Mensch, Natur und Umwelt miteinander in Einklang zu bringen und deutlich zu machen, wie wichtig Gärten und Parks für die Lebensqualität der Menschen sind."

Diese Idee haben das Kulturnetzwerk Neukölln e. V. und der Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitsschule Neukölln e. V. für Berlin-Neukölln aufgegriffen, um Ihnen die unzähligen gärtnerischen Kleinode des Bezirkes vorzustellen. Bei der Recherche nach geeigneten Stationen wurde schnell klar, dass Neukölln viel zu groß ist und zu viele Facetten bietet, um sich ausschließlich auf eine Route zu beschränken. So wurden fünf Rundgänge durch das grüne Neukölln entwickelt, aufgeteilt nach den Neuköllner Stadtgebieten.

In 2009 wurden die fünf Routen des Gartenkulturpfades mit Schildern ausgestattet, die Ihnen die Orientierung zusätzlich erleichtern werden.

Die Webpräsenz des Gartenkulturpfades Neukölln wurde überarbeitet und präsentiert sich nun mit vielen Bildern und Informationen zu Neuköllns Parks und Grünanlagen und vielen anderen Sehenswürdigkeiten im Bezirk.

Alle auf der Website vorgeschlagenen Routen können Sie mit Hilfe des Flyers (mit Kartenmaterial) und des Booklets (viele Hintergundinformationen) auf eigene Faust erkunden.

Sowohl das Booklet als auch der Flyer stehen auf der Website als Download im pdf-Format zur Verfügung.

www.gartenkulturpfad-neukoelln.de
 

Pilotprojekt Gropiusstadt
Ein internationales Residenzprogramm für Künstler*innen
(seit 2002 - 2009)

Pilotprojekt Kaltwassser Koebberling

Das „Pilotprojekt Gropiusstadt“ lud jährlich ca. 30 Künstler*innen aus aller Welt zu einem Gastaufenthalt in die älteste Trabantenstadt Berlins ein. Während ihrer Aufenthalte in einer typischen Hochhauswohnung entwickelten sie künstlerische Arbeiten für den öffentlichen Raum und die BewohnerInnen der Gropiusstadt. Ihre Interventionen in den Gropiusstädtischen Alltag changierten zwischen Aktionen, die Bewohner*innen des Gebiets mit einbezogen, und kleinen, scheinbar unspektakulären Eingriffen in die gegebene Materialität der Umwelt.

Das Projekt wurde bis 2007 von der GEHAG GmbH gefördert, ab 2008 von der Deutsche Wohnen AG. Kooperationspartner: Kulturnetzwerk Neukölln.

In diesem Rahmen wurde 2009 auch "spazieren gehen" von Karl-Heinz Jeron realisiert. Dieser Gropiusstadt-Audioguide im mp3-Format steht zum kostenlosen Download bereit: http://gropiusstadt.projektraum.org

Projektleitung: Birgit Anna Schumacher und Uwe Jonas

www.pilotprojekt-gropiusstadt.de

Foto: Folke Köbberling & Martin Kaltwasser, Hausbau